Irland

Irland ist eine Insel im Atlantik, westlich von Großbritannien, etwa so groß wie Österreich. Es unterteilt sich in das kleine britische Nordirland und in die Republik Irland.

 

Kein Punkt ist weiter als 100 km vom Meer entfernt. Das Klima ist bedingt durch den Golfstrom verhältnismäßig mild.

 

Die ursprünglich üppig bewaldete Landschaft unterlag kontinuierlich schonungsloser Abholzung, zunächst durch die Kelten, später durch die Mönche und endgültig im 16. und 17. Jh. durch Export gewaltiger Holzmengen seitens der Kolonialherren.

 

Außer Irlands „braunem Gold“, dem Torf als größter Energiereserve für private Heizung und ganze Kraftwerke, sowie einigen Ölquellen, besteht die wirtschaftliche Kapazität Irlands hauptsächlich aus Kultur und Tourismus.

 

Nachdem die Insel von den Eismassen der letzten Eiszeit befreit war, tauchten ca. 9.000 v. Chr. erste Schiffbrüchige auf. Nachweislich ab 5.000 v. Chr. wanderten erste Fischer und Jäger nach Irland ein, ca. 4.000 v. Chr. in der Jungsteinzeit siedelten sich erste Ackerbauern und Viehzüchter an und ca. 3.000 v. Chr. trafen erste Minenarbeiter ein. Alle wahrscheinlich von Nordengland aus. Ab etwa 700 v. Chr. kamen die Kelten vom Kontinent und brachten eine bereits respektable Kultur mit. Seitdem war das Gälische die Muttersprache der Iren und ist nach zeitweiligen britischen Verboten heute sogar wieder Pflichtfach in der Schule.

 

Ab ca. 450 n. Chr. begann die Christianisierung durch den Missionar Patricius. Der größte irische Feiertag ist demzufolge der Sankt Patrick’s Day an dessen Geburtstag, dem 17. März.

 

Im 8. Jahrhundert besetzten die Wikinger erstmals das Land und gründeten die ersten großen Handelszentren wie Dublin, Limerick, Wexford und Waterford. Sie förderten den Handel und führten das erste Münzgeld ein.

 

Durch ständige Streitereien der verbliebenen Kleinkönige Irlands und durch Verrat besetzte König Heinrich II. von England Irland schließlich im 12. Jh. und erklärte sich zum alleinigen Hochkönig. Von diesem Zeitpunkt an begann die wahre Leidensgeschichte der irischen Bevölkerung mit Vertreibungen und der Unterdrückung fast der gesamten irischen Kultur, was noch bis in die jüngste Vergangenheit zu Flucht und umfangreichen Auswanderungen der Menschen ins Ausland geführt hat.

 

Wer allerdings erstaunlicherweise nie versucht hat, die Insel zu erobern, waren die Römer.

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